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LITERATUR
Cabré, Jaume
Die Stimmen des Flusses
Ein literarischer Raum für Jaume Cabré
Cabrés 2007 in Deutschland erschienener Roman „Die Stimmen des Flusses“ wurde aus dem Katalanischen nicht nur ins Deutsche übersetzt und bei uns ein Bestseller. Dieser Erfolg erschien uns auf den ersten Blick verwunderlich, entspricht doch das Thema – der spanische Bürgerkrieg - nicht dem derzeitigen mainstream der Bestenliste. Und auch der Hauptschauplatz der Handlung, ein kleines Pyrenäendorf, gehört nicht zu den angesagten locations der Literatur. Was ist dennoch an dem Buch so faszinierend, dass es ein internationales Lesepublikum fesselt? Zunächst überrascht einen die Geschichte des Buchs immer wieder durch ihre unerwarteten Wendungen. Das wird unterstützt durch die Zeitsprünge, die das Geschehen des Bürgerkrieges montageartig mit der heutigen Zeit verbindet und dabei auch die vergangenen Jahrzehnte einbezieht. Dabei entstehen psychische, politische, historische Muster, die auch heute noch eine Bedeutung für uns haben. In dem Interview, das wir mit Jaume Cabré im Vorfeld führten, erzählte er uns von der Angst vor dem faschistischen System, die seine Kindheit durchtränkte. In unserem literarischen Raum wollen wir die Themen des Buches sichtbar, die Stimmen des Flusses hörbar und die Zeitebenen erfahrbar machen. Besonders freuen wir uns darauf, dass Jaume Cabré seinen Besuch bei ART SPECIAL: angekündigt hat! Er wird am Sonntag, den 25. April um 14 h am Hansa-Gymnasium aus seinem Buch vorlesen (für die Übersetzung wird gesorgt) und anschließend dem Publikum Rede und Antwort stehen.
Text und Paten: Lilly Boes, Meral Karrasch, Fabian Stein
Cieslik, Florian
Poetry Slam und Wortsteine
Das Poetry Slam - Projekt des Künstlers Florian Cieslik ist als Workshop geplant, in dem die Teilnehmer eigene Texte schreiben sowie diese präsentieren, um durch die Anerkennung ihrer Leistungen Selbstbewusstsein zu gewinnen.
Florian Cieslik sagt dazu: „Beim Poetry Slam handelt es sich um eine in den letzen Jahren immer beliebter gewordene Art des Schreibwettbewerbs, bei denen verschiedene Slammer eigene Texte auf einer Bühne vortragen. Nach den Vorträgen kürt das Publikum in einer freundlichen Abstimmung den besten Slammer.“
In dem von Florian Cieslik geleiteten Workshop bereiten Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Gereonswall sowie Jugendliche, die die Nachmittagsbetreuungen des Towers und den Klingelpützpark besuchen, ihren eigenen Poetry-Slam-Wettbewerb mit selbst geschriebenen Texten vor und tragen diese während der ART SPECIAL: Präsentationstage auf verschiedenen Bühnen vor. Die vier Workshops sind in etwa dreistündigen Einheiten geplant, in denen die Schülerinnen und Schüler angeleitet von Florian Cieslik kreatives Schreiben üben, anschließend mit der Unterstützung des Künstlers eigene Text verfassen, sowie die Präsentation üben. Damit sich das Projekt nicht nur auf die Präsentation an den verschiedenen Einrichtungen beschränkt, sondern in Erinnerung bleibt, sollen „Wortsteine“ an allen Orten von ART SPECIAL: aufgestellt werden. Bei den „Wortsteinen“ wird es sich um eine Art Kiste aus massivem Material handeln, die alle Einrichtungen individuell gestalten können. Sowohl Florian Cieslik als auch die Beteiligten freuen sich auf ein interessantes Projekt mit sicherlich schönem Ergebnis.
Text und Paten: Ricarda Becher, Thea Uhlich
Röggla, Kathrin
Krise – ein literarischer HörRaum
Angelehnt an Kathrin Rögglas literarische Herangehensweise entwickeln und realisieren SchülerInnen des Hansa- und des Abendgymnasiums gemeinsam Interviews zum Thema Krise. Hierbei kreisen ihre Fragen sowohl um die persönliche als auch um die wirtschaftlich-politische Krise. Geplant ist es die Interviewergebnisse zu vertonen und in einer Multi-Media-Installation im Abendgymnasium auszustellen.
Die Interviews bieten den engagierten SchülerInnen beider Schulen eine Erweiterung ihres Erfahrungshorizontes, da sie mit Menschengruppen in Kontakt kommen, die sie sonst nie gesprochen hätten. So wie im Fall des Gesprächs mit einer Schülerin aus der JVA, die von den Lehrern des Abendgymnasiums unterrichtet wird und ihr Abitur nachholt. Auf die Frage, was Krise für sie bedeutet, gab sie eine sehr persönliche Antwort und sagte, dass sie die Drogenabhängigkeit sehr unterschätzt habe und auch heute noch glaubt, jederzeit wieder rückfällig werden zu können. Ihr Ziel für die Zukunft ist es jedoch ein Studium zu absolvieren. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein geregeltes Leben mit einem guten Beruf und einer Familie führen zu können. Wir bedanken uns für ihre Kooperation an dem künstlerischen Projekt und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft.
Text und Paten: Göksel Yilmaz, Sabra Bagherzadeh, Deniz Bahar Muti, Sonja Wilhelm, Orhan Araol
Tuckermann, Anja
Fische Piraten Oma Opa Onkel Tante ich - Ein literarischer HörRaum
Wir lasen einige Stunden im Februar den Kindern von der GGS Gereonswall die Bücher von Anja Tuckermann Suche Oma und Ein Buch für Yunus vor, während sie nebenher zeichneten und malten. Im März kam die Schriftstellerin für zwei Tage nach Köln und arbeitete mit den Schülern weiter. Am ersten Tag ließ sie die Kinder frei nach ihrer Fantasie Texte verfassen. Am darauf folgenden Tag durften sie ihre Texte aufnehmen lassen. Nach den Umrissen der Kinder werden Silhouetten ausgesägt und anschließend von ihnen bemalt. Dabei können die Kinder entscheiden, wie sie sich präsentieren wollen. Die Zusammenarbeit mit den Kindern gefiel uns sehr, denn sie waren mit Begeisterung und Engagement bei der Sache und freuten sich, Neues zu entdecken. Ziel ist es, einen Raum zu gestalten, in dem Klang, die Kinderzeichnungen, die Malerei und Literatur zusammengebracht werden. Anja Tuckermann hat sich dafür einen Raum in der Schule ausgesucht, der komplett leer geräumt ist, damit keine alltägliche Schulatmosphäre entstehen kann. Wir alle freuen uns auf ein interessantes und schönes Ergebnis.
Text und Paten: Theresa Scholten, Vera Kleinen
Zeh, Juli
Literarischer Raum Irgendwann im 21. Jahrhundert
Spielkette - Fesseln - Atmosphäre - eisig - Kühlschrank - Ein Spiel von Zeit und Raum, Gegenwart und Zukunft - Gefangen in der Eiszeit - Leben Sie wohl Frau Holl -Der ‚weiße Raum’ - klare Linien Bezug: Corpus Delicti, ein Prozess (Juli Zeh) - klare Klänge - Bildvision – acht Akteure formen eine futuristische, künstliche Realität. Wir arbeiten im distanzierten Corpus Delicti- Stil, im direkten Kontakt ohne Raum und Gesicht, ohne Stimme und Zielvorgaben - Im Namen der Methode! Wir verunsichern, wir kontrollieren, wir kategorisieren. Sie verlieren Ihr Recht auf Freiheit, Ihr Recht auf Krankheit, Ihr Recht zu schweigen! Sie rauchen? Sie treiben keinen Sport? Sie trinken? Sie äußern sich unkontrolliert in der Öffentlichkeit? Und die Hygiene? - Ein Fall für die Methode, unsere Methode: Bitte begeben Sie sich in die Resozialisierungsanstalt. Bitte begeben Sie sich in die Resozialisierungsanstalt. Wir spielen gemeinsam, Juli Zeh und ihre acht Spielfiguren- Mia Holl, Moritz, Pollsche, Hutschneider, Driss, Rosentreter, Kramer, Sophie und die perfekte Geliebte. Ist das Spiel jetzt zu Ende? Santé!
Text und Paten: Johanna Baschke, Charlotte Benninghoven, Camilla Grüner, Hannah Jacoby, Leonina Koschützke, Hannah Middeldorf, Julia Röttger, Walburga Schroer
MUSIK

hegenbart-matsui, boris d.
cliché – eine Klang- und Videoinstallation
Der Begriff „cliché“ kommt ursprünglich aus dem Bereich des Druckens und bezieht sich dabei auf einen Probeabzug beziehungsweise eine Druckform. boris d hegenbart-matsui begründet die Wahl seines Titels so: „Die Arbeitsweise von dem Projekt cliché nutzt ähnliche Methoden, wie sie in Druckverfahren verwendet werden. Es werden Videos als Vorlage verwendet, um davon im übertragenden Sinne akustische Abdrücke zu erstellen.“
Wir, Schüler vom Abend- und Hansa-Gymnasium, werden 30 Sekunden lange Video- und Klang-Schnipsel (Clips) sammeln, eigens aufgenommene oder bearbeitete Kurzvideos wie Klänge aus dem Internet. Die Videos dienen also als Basis beziehungsweise als Inspiration für das akustische Material. Es kann jede Art von Geräusch oder Musik aufgenommen werden. Man nimmt zum Beispiel ein Geräusch von zuhause auf und collagiert dieses mit den Video-Clips. Es gilt also zu den Clips Geräusche oder Musik zu finden. Aufnahmegeräte können von jedem ausgesucht werden beispielsweise Handys, Diktiergeräte oder i-Pods. Unsere Sammlungen werden über das Internet getauscht, auch können Freunde von uns, egal von woher auf der Welt, Klänge schicken. Hat man dies erstmal geschafft, muss nur noch überlegt werden, wie dieses Material bearbeitet wird, zuhause am Computer oder mithilfe des Künstlers, der uns auch beiseite stehen wird. Danach tauschen wir Ideen aus, wie eine spannende Klang- und Videoinstallation aussehen soll.
Text und Paten: Sara Künzer und Lilith Bitzer
koch, hans w.
cellscape - eine landschaft zum anrufen
Der Künstler hans w. koch bearbeitet ein Projekt, das sich mit verschiedenen Resonanzkörpern beschäftigt, welche von den Vibrationen eines Handys zum Klingen gebracht werden. In der Vorbereitungs-Zeit wird hans w. koch gemeinsam mit seinen Paten (Max Lohove & Anthony Bennett) in der Grundschule Gereonswall mit der 3.+ 4. Klasse arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler werden dann gemeinsam mit dem Künstler verschiedene Klangkörper suchen und ausprobieren, ob sie sich für das Projekt eignen. Mit Hilfe der gefundenen Klangkörper werden sie dann Skulpturen kreieren, welche verschiedene Geräusche und Töne von sich geben, wenn sie mit Hilfe eines Handys zum Schwingen gebracht werden. Die Handys werden auf Vibrationsalarm eingestellt sein (kein Klingelton mehr), so dass sie andere Objekte zum Klingen bringen können.
Daraus wird eine Installation entwickelt, welche auf dem Prinzip basiert, dass die Klangerzeuger in verschiedenen Orten des Raums positioniert werden, um sowohl eine klanglich als auch eine optisch überzeugende Vorstellung zu erzielen. Die Nummern der Handys, welche die Klangerzeuger "aktivieren", werden veröffentlicht, so dass jeder Besucher mit einem einzigen Anruf eine spezielle Skulptur zum Klingen bringt und ein einzigartiges Klangerlebnis erfahren kann.
Text und Paten: Anthony Bennett, Max Lohove
Nies, Joker &
Lafleur, Stan
Für einen Moment... Hörzelle und Hörraum
11 inszenierte Hörspiele
Das erste Treffen der elf Schüler gemeinsam mit den Künstlern war gleich ein voller Erfolg. Schon am ersten Tag gelang es vielen ein „kleines Hörspiel“ auf Papier zu bringen, das am folgenden Tag mit Stan Lafleur besprochen wurde. So bekamen wir so aus erster Hand Tipps und Tricks zum Thema Hörbuchgeschichten - Schreiben.
Anschließend gab es einige Absprachen mit Joker Nies, der uns wiederum seine umfangreiche Klangbibliothek präsentierte. Doch das war noch längst nicht alles. Wir gingen in zwei Gruppen aufgeteilt in das Tonstudio von Joker und konnten uns so mit den Instrumenten, den Mikros und den Computern vertraut machen. In den nächsten Tagen war es dann so weit: Die Sprecher und Autoren trafen sich im Tonstudio, um zusammen mit Joker Nies und unserem Regisseur Stan Lafleur die Hörspiele aufzunehmen und zu bearbeiten. Es erstaunt, wie spannend und ergreifend 3:30 Minuten sein können. Außerdem beinhalten die Hörspiele ein Filmzitat: „ ..I thought I recognized your voice for a minute...“ („..Für einen Moment dachte ich, ich hätte deine Stimmer erkannt...“) Diese Hörspiele nehmen über die Präsentation bei ART SPECIAL: hinaus an dem Wettbewerb BILDPAUSE teil, die Gewinnerstücke werden dann auch im Kino der Schaubühne Lindenfels (LEIPZIG) zu hören sein.
Text und Paten: Cornelia Necka
Stache, Erwin
Kuckucksuhrenorchester mit Klangspuk im Klassenzimmer
Erwin Stache bringt den Zeichensaal und seine Einrichtung zum Klingen.
Es könnte heißen: das Ungewöhnliche anstelle des Alltäglichen, das Unsichtbare anstelle des Sichtbaren, das Unendliche anstelle des Begrenzten zu suchen. Den Blick zu weiten, neue Wege zu gehen, die nicht immer logisch erscheinen aber dafür neue Erfahrungen vermitteln und zu neuen Ideen führen, ist etwas, was für die Kunst und Wissenschaft aber auch für wirtschaftliche Unternehmen unablässig ist.
Im Sinne von "... ich höre etwas!!" wollen wir neben der alltäglichen akustischen Musikberieselung und Lärmbelästigung das Hören wieder als etwas Besonderes erleben und dabei auch Lust und Freude verspüren. "Musik machen" und "Musik erfinden" könnten so zum kreativen Alltag der Schüler gehören.
Das Ergebnis ist eine Inszenierung, ein besonderes Musiktheaterstück. Die Instrumente sind ungewöhnlich und teils selbst gebaut. Manuelle und elektronische Baugruppen kommen zum Einsatz. Schulutensilien, wie Bücher, Stifte, Taschen, Computer, Projektor u.a. finden Verwendung. Auch die eigene Stimme wird als Instrument benutzt, so zum Lesen, Rufen, Lachen, Hauchen, Singen, Atmen...
Kinder und Jugendliche werden an neue Hörgewohnheiten und Auffassungen von Musik, aber auch an Theater, Aktionskunst, bildende Kunst herangeführt. Es ist Anreiz für die weitere Beschäftigung mit neuer Musik, aber auch mit Wissenschaft und Technik. Gerade der Blick über die Grenzen hinaus und auch die Verantwortung für ein Gesamtprojekt soll geschult werden. Dabei kommt der Spaß an verrückten Ideen und der Humor nicht zu kurz.
Text und Paten: Donald Köster, Ben Weinrich, Dario Kroll
Thiersch, Stephanie &
Hirschberg, Olaf
COUNTDOWN Filmprojekt mit der Klasse 7 Sigrid Jansen, Hauptschule
Bei dem Projekt "COUNTDOWN" für ART SPECIAL von der Choreographin Stephanie Thiersch realisieren wir einen Film, eine Zusammenarbeit zwischen Stephanie Thiersch und dem Filmemacher Olaf Hirschberg. Schüler und Schülerinnen der 7. Klasse der Hauptschule Gereonswall tanzen, oder führen etwas auf an ausgewählten Orten. Der Film wird als Videoinstallation präsentiert. Wir sehen uns zusehends wie durch die Augen anderer, mediale Inszenierungen bestimmen unsere Identität, unser Denken, unser Welt- und Selbstverhältnis. Trotzdem ist auch dies eine neue, spezielle Art von Freiheit. Dies war die Idee für das Projekt "COUNTDOWN", die mit ein paar weiteren Ideen in Laufe der nächsten Zeit zum Ergebnis führt. Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler teilte sich bereits in Bewegungs- und Videospezialisten. Mit dem Genre Videotanz/Musikvideo wird eine Choreographie für die Kamera erarbeitet. Videotechnik in Performances zum Beispiel als Raum- und/oder Körpererweiterung wird verbunden mit Bildaufbau, Perspektive, Kamerabewegung und Schnitttechnik. Die Schüler und Schülerinnen erarbeiten in Gruppen choreographische Sequenzen und Kurzvideos, die am Ende zu einer Installation verdichtet werden in der auch getanzt werden kann. Ziel ist, einen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden, der in Form und Inhalt ein kleines Statement abgibt.
Text und Paten: Lea Truxius, Charlotte Werth
Washington, Sarah &
Aufermann, Knut
Die Klingelpütz Parkuhr
Das Ziel des Projektes, dass wir gemeinsam mit den Künstlern Sarah Washington und Knut Aufermann, sowie neun weiteren Schülern des Hansa- Gymnasiums bearbeiten, ist eine „Parkuhr“, die 24 Stunden am Tag läuft. Diese wird zu jeder vollen Stunde Geräusche durch den gesamten Klingelpützpark erklingen lassen, die sich die Schüler passend zu der jeweiligen Uhrzeit aussuchen, so könnte man zum Beispiel um acht Uhr, passend zum Unterrichtsbeginn, eine Schulklingel ertönen lassen oder um Mitternacht Geisterheulen. Dies soll mit Hilfe von mobilen Radios umgesetzt werden. Dazu werden wir einen Funksender im Dachboden des Towers anbringen, der unsere unterschiedlichen Geräusche dann auf einer bestimmten Frequenz sendet. Diese ist von den geläufigen Frequenzen weit entfernt, sodass unsere Geräusche das Radioprogramm nicht stören können. Kleine Radios, die wir überall im Klingelpützpark verstecken werden, laufen dann auf dieser Frequenz und beschallen so den ganzen Park mit unseren Geräuschen. Da Künstler Knut Aufermann und Sarah Washington bereits gemeinsam, aber auch einzeln mit Radios, auch mobilen, gearbeitet haben, können sie den Schülern und uns sicher viele Dinge über Ton und Technik beibringen. Sarah Washington unterstützte schon viele Radioprojekte und arbeitet viel mit Ton und Sprache. Auch Knut Aufermann arbeitet viel mit Ton, doch auch mit Technik. Die beiden arbeiteten bereits gemeinsam an einem mobilen Radio, eine Art wandernder Radiosender. Mit der Hilfe dieser erfahrenen Künstlern sind wir sicher ein unser Projekt erfolgreich zu gestalten.
Text und Paten: Marieke Schneider, Samira Schäfer und Hannah Stelberg


Bildende Kunst
Basile, Alexander
Und ich dachte M.Duras wäre der Name einer Seife und Deleuze ein Kniffelspiel – Aufbau 2 von 3
Das Projekt des Künstlers Alexander Basile beschäftigt sich konkret mit der Vorstellung von Zeit und Raum. Wie wirkt der Raum in einer anderen Zeit? Besonders natürlich der Klassenraum, der Schulhof oder der Schulflur. Denn ein Schulflur hat zur Pausenzeit, wenn sich hunderte von Schülern quetschend, rufend oder quietschend durch ihn hindurch bewegen, eine andere Wirkung als nachts, wenn gerade mal eine einsame Maus hindurchflitzt. Außerdem stellen wir uns die Frage: Wie wirken die Menschen eigentlich in diesen Räumen? Unser Ziel ist, dass eine Interaktion zwischen dem Raum und der Kunst sowie den Zuschauern und der Kunst stattfindet. Es soll also für den Zuschauer die Möglichkeit gegeben werden, konkret in die Arbeit miteinbezogen zu werden. Alexander Basile arbeitet mit audiovisuellen Mitteln und benutzt hierfür Kameras und Beamer. Gemeinsam mit sieben Schülerinnen aus den Stufen 12 und 13 arbeitet er an diesem Projekt.
Text und Paten: Leonie Deschamps, Lisa Baeyens, Mayra Gummieri
Meyer-Brandis, Agnes
Observatorium
Während des diesjährigen Art Special am Hansagymnasium entsteht auf dem Außenbalkon ("Rundgang") des KSJ Jugendhauses Tower ein Observatorium. Die installierten Teleskope und Apparaturen sollen den Besuchern die Illusion eines Weltraumes mitten in der Stadt bieten. Beispielsweise ist geplant die Teleskope so zu präparieren, dass beim Durchblicken nur ausgewählte Elemente der umliegenden Architektur zu sehen sind, die wie Satelliten oder Raumstationen erscheinen. Des weiteren besteht die Idee, Schauspielszenen mit Schülern und Kindern vom Tower einzustudieren, die in den Fenstern der Anwohner Leben in der Schwerelosigkeit darstellen.
Text und Paten: Judith Steinig-Lange, Paula Kraus, Brichna Mohammad, Lucas Bausch
Rentmeister, Thomas
O.T.
Wir haben uns spät entschlossen an ART SPECIAL: teilzunehmen. Wir interessieren uns sehr für Kunst und wollen gerne einen Beitrag zu diesem Projekt leisten. Wir bekamen die Aufgabe, mit dem in Berlin lebenden Künstler Thomas Rentmeister ein Relief herzustellen, das ausschließlich aus weißen Alltagsgegenständen besteht. Wir machten uns also auf die Suche danach. Schnell bemerkten wir, dass sich diese Aufgabe schwieriger gestalten sollte, als erwartet, da sich auf so gut wie allen Produkten Beschriftungen, Muster befinden. Letztendlich wurden wir zum Glück doch noch fündig, kauften Kerzen, Wattebällchen, Plastikbesteck, alles in der Farbe, die Reinheit und Unschuld symbolisiert. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten empfanden wir die Suche bald als amüsant und ließen uns sogar von Klobürsten oder ähnlichem inspirieren. Wir sind sehr gespannt darauf, wie wir die Gegenstände nachher auf einer Holzplatte verteilen und wie unsere Ideen mit denen von Thomas Rentmeister zusammen kommen. Jedenfalls wird das von uns gemeinsam geschaffene Werk neben dem Musikraum unserer Schule angebracht und für immer dort bleiben.
Text und Paten: Kim Beuel und Judith Mann
Schatz, Silke
Childrens Highrise - Kinder hoch zu Haus
In dem Projekt bauen wir, Pauline Klaßen und Ruth März, zusammen mit der Künstlerin Silke Schatz und den Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 - 4 der Grundschule GGS Gereonswall ein Hochhaus aus vielen Pappkartons. Diese Idee hatte Silke Schatz und in unseren Vorgesprächen nahm sie immer mehr Gestalt an. Nachdem wir beschlossen hatten, dass wir in die Kartons Fotos kleben wollen, die die Lieblingsplätze der Schülerinnen und Schüler darstellen, mussten wir überlegen, wie wir an die Einwegkameras gelangen sollen, mit denen die Kinder dann Fotos machen können. Anschließend haben wir die Kartons dann für diese Gestaltung vorbereitet. Dann sind wir in die Grundschule gegangen und haben uns umgesehen, wie man das Hochhaus am Ende präsentieren will. Dieses soll im Eingangsbereich der Schule zu bestaunen sein, und in der Etage darüber fortgeführt werden. So weit sind wir allerdings noch lange nicht und bis zur Ausstellung ist noch einiges zu tun. Unter anderem müssen wir noch viele Utensilien besorgen, die wir für den Bau benötigen. Die Kinder der Grundschule zeigten bei unserem ersten Aufeinandertreffen großes Interesse und schienen sich auf das Bevorstehende zu freuen.
Text und Paten: Ruth März und Pauline Klassen
Weber, Ina
Luftschloss
Ina Weber, eine Berliner Künstlerin, hatte die grandiose Idee, ein Luftschloss zu bauen. Das komplette Luftschloss soll am Ende etwa drei Kubikmeter groß sein. Es wird aus ca. 90 Dachlatten und 1200 bunten Luftballons bestehen. Am Boden gehalten wird das gesamte Luftschloss durch bis zu zehn Sandsäcke. Zudem soll der Pavillon mit drei bis vier aufblasbaren Sessel bestückt werden. Das Projekt soll natürlich die Zusammenarbeit der Schulen der Bildungslandschaft Altstadt Nord unterstützen. Also wird der Aufbau des Luftschlosses von vier Paten des Hansagymnasiums, die nebenbei auch das Projekt mitorganisiert haben, und ca. 8-12 Schülern der 9. Klasse Viola Brings der Hauptschule Gereonswall begleitet. Auf diese Weise wird den Schülern die Chance gegeben, ihre künstlerische Seite zu zeigen, und mit einer echten Künstlerin zusammen zu arbeiten.
Text und Paten: Axel Drechsler, Daniel Bechler, Julian Nicolin
Zimmermann, Peter
Wandpapier 1 und 2
Wandmalerei – so viel und nicht mehr, wussten wir bei unserem ersten Zusammentreffen mit dem Maler Peter Zimmermann im Abendgymnasium an der Kyotostraße. – Wandmalerei unter anderem als Möglichkeit dem tristen Grau des Schulgebäudes zu entfliehen. Aber wie? Was? Wo? Das „Wie?“ und „Wo?“ war recht schnell geklärt. Bei dem „Was?“ stellte sich die Frage, wie die Schüler des Abendgymnasiums sich in dem Thema wiederfinden können. Die Diversität der Kulturen und der Altersgruppen an der Schule sollte miteinbezogen werden: die Abendgymnasiasten sind ja überwiegend berufstätige Erwachsene. Wir einigten uns schließlich nach zahlreichen Gesprächen dank der großen Geduld von Peter Zimmermann auf so genannte Heftrandzeichnungen. Solche Kritzeleien und gedankenlosen Zeichnungen entstehen während eines Telefongesprächs oder nebenbei im Unterricht. Diese sammelten wir von Schülern ein, wir suchten die Motive aus, die sich am besten für eine Vergrößerung eignen könnten. Und so werden bald die Wände des Aufenthaltsraums beziehungsweise der Cafeteria des Abendgymnasiums solche vergrößerten Heftrandzeichnungen zieren. Für das Hansa-Gymnasium entsteht eine Wandarbeit mit den Vorlagen für die Gemälde, nämlich mit den kleinen Zeichnungen auf kleinen Papierstückchen, die wie Schmetterlinge in einem Schaukasten aufgespießt werden.
Text und Paten: Lea März, Vanessa Neu, Viola Becker