Der Kölner Fotograf und Raumpraktiker Alexander Basile, der 2008 mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich seit dem Jahr 2002 mit Fragen von Raum, Handlungen im Raum und deren Wahrnehmung.
Er untersucht dazu neue Möglichkeiten urbane Pfade zu lesen und emotionale Räume zu visualisieren.
Der städtische Raum und die darin handelnden Personen werden heute zunehmend getrennt betrachtet, stehen aber tatsächlich in unmittelbarer, sich gegenseitig beeinflussender Interaktion.
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Das Projekt des Künstlers Alexander Basile beschäftigt sich konkret mit der Vorstellung von Zeit und Raum. Wie wirkt der Raum in einer anderen Zeit? Besonders natürlich der Klassenraum, der Schulhof oder der Schulflur. Denn ein Schulflur hat zur Pausenzeit, wenn sich hunderte von Schülern quetschend, rufend oder quietschend durch ihn hindurch bewegen, eine andere Wirkung als nachts, wenn gerade mal eine einsame Maus hindurchflitzt. Außerdem stellen wir uns die Frage: Wie wirken die Menschen eigentlich in diesen Räumen? Unser Ziel ist, dass eine Interaktion zwischen dem Raum und der Kunst sowie den Zuschauern und der Kunst stattfindet. Es soll also für den Zuschauer die Möglichkeit gegeben werden, konkret in die Arbeit miteinbezogen zu werden. Alexander Basile arbeitet mit audiovisuellen Mitteln und benutzt hierfür Kameras und Beamer. Gemeinsam mit sieben Schülerinnen aus den Stufen 12 und 13 arbeitet er an diesem Projekt.
Basile versteht seine Arbeit als Versuch, mit Hilfe transdisziplinären Forschens inner- und außerhalb der Philosophie, der Poetik, den Empfindungen und den Mitteln der Kunst
(insbesondere der Bildschaffenden Medien), neue Möglichkeiten der Raumnutzung und raumtheoretischer Erkenntnisgewinnung zu schaffen.
Spielerisch und leicht soll die Möglichkeit des Neuen erprobt werden. [zum Konzept]
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Und ich dachte M.Duras wäre der Name einer Seife und Deleuze ein Kniffelspiel – Aufbau 2 von 3
Das Projekt des Künstlers Alexander Basile beschäftigt sich konkret mit der Vorstellung von Zeit und Raum. Wie wirkt der Raum in einer anderen Zeit? Besonders natürlich der Klassenraum, der Schulhof oder der Schulflur. Denn ein Schulflur hat zur Pausenzeit, wenn sich hunderte von Schülern quetschend, rufend oder quietschend durch ihn hindurch bewegen, eine andere Wirkung als nachts, wenn gerade mal eine einsame Maus hindurchflitzt. Außerdem stellen wir uns die Frage: Wie wirken die Menschen eigentlich in diesen Räumen? Unser Ziel ist, dass eine Interaktion zwischen dem Raum und der Kunst sowie den Zuschauern und der Kunst stattfindet. Es soll also für den Zuschauer die Möglichkeit gegeben werden, konkret in die Arbeit miteinbezogen zu werden. Alexander Basile arbeitet mit audiovisuellen Mitteln und benutzt hierfür Kameras und Beamer. Gemeinsam mit sieben Schülerinnen aus den Stufen 12 und 13 arbeitet er an diesem Projekt.
Text und Paten: Leonie Deschamps, Lisa Baeyens, Mayra Gummieri
Spielerisch und leicht soll die Möglichkeit des Neuen erprobt werden. [zum Konzept]
Agnes Meyer-Brandis, geb. 1973, lebt und arbeitet in Köln. Nach dem anfänglichem Studium der Mineralogie an der RWTH Aachen, wechselte sie zur Bilderhaurei; Studium an der Kunstakademie Düsseldorf und
Kunsthochschule für Medien Köln, KHM. Ihre Arbeit, in internationalen Ausstellungen und Festivals präsent und ausgezeichnet, beschreibt eine Wanderung an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, und
erforscht die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, Fantasie und Technologie. Sie beschäftigt sich mit Orten und Situationen des Öffentlichen und des Imaginären gleichermaßen.
Observatorium
Während des diesjährigen Art Special am Hansagymnasium entsteht auf dem Außenbalkon ("Rundgang") des KSJ Jugendhauses Tower ein Observatorium. Die installierten Teleskope und Apparaturen sollen den Besuchern die Illusion eines Weltraumes mitten in der Stadt bieten. Beispielsweise ist geplant die Teleskope so zu präparieren, dass beim Durchblicken nur ausgewählte Elemente der umliegenden Architektur zu sehen sind, die wie Satelliten oder Raumstationen erscheinen. Des weiteren besteht die Idee, Schauspielszenen mit Schülern und Kindern vom Tower einzustudieren, die in den Fenstern der Anwohner Leben in der Schwerelosigkeit darstellen.
Text und Paten: Judith Steinig-Lange, Paula Kraus, Brichna Mohammad, Lucas Bausch
Thomas Rentmeister (*1964 in Reken/Westfalen) ist bekannt für seine großformatigen Polyesterplastiken und die Verwendung von vorgefertigten Markenprodukten, wie
Tempotaschentüchern, Penatencreme und Nutella in riesigen Dimensionen und ungewöhnlichen Zusammenhängen.
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Wir haben uns spät entschlossen an ART SPECIAL: teilzunehmen. Wir interessieren uns sehr für Kunst und wollen gerne einen Beitrag zu diesem Projekt leisten. Wir bekamen die Aufgabe, mit dem in Berlin lebenden Künstler Thomas Rentmeister ein Relief herzustellen, das ausschließlich aus weißen Alltagsgegenständen besteht. Wir machten uns also auf die Suche danach. Schnell bemerkten wir, dass sich diese Aufgabe schwieriger gestalten sollte, als erwartet, da sich auf so gut wie allen Produkten Beschriftungen, Muster befinden. Letztendlich wurden wir zum Glück doch noch fündig, kauften Kerzen, Wattebällchen, Plastikbesteck, alles in der Farbe, die Reinheit und Unschuld symbolisiert. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten empfanden wir die Suche bald als amüsant und ließen uns sogar von Klobürsten oder ähnlichem inspirieren. Wir sind sehr gespannt darauf, wie wir die Gegenstände nachher auf einer Holzplatte verteilen und wie unsere Ideen mit denen von Thomas Rentmeister zusammen kommen. Jedenfalls wird das von uns gemeinsam geschaffene Werk neben dem Musikraum unserer Schule angebracht und für immer dort bleiben.
Einen Eindruck davon vermitteln einige seiner neuen Arbeiten. Selbstverständlich sind die Naturholzkästen weit von der klassischen Technik entfernt Farbe auf eine Leinwand aufzutragen. Und dennoch erkennt man in ihnen Kompositionsprinzipien der abstrakten Malerei wieder, wie sie von Kandinsky oder Schwitters formuliert und verwendet wurden. … Die Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers basieren auf geometrischen, vereinfachten Formen, die sich über die Fläche ausbreiten und Akzente setzen. Ergänzend schlängeln sich Linien über die Bildfläche, durchkreuzen den Bildraum in einer angedeuteten Diagonale oder bauen eine Spannung zwischen den einzelnen Element auf. Zusätzlich zu diesen kompositorischen Aspekten haben die Werke eine weitere Dimension: Sie bestehen aus bereits vorgefertigten Formen, aus Gebrauchsgütern des alltäglichen Lebens, die eine mehr oder weniger zufällige Anordnung erfahren haben. (Auszug aus dem Faltblatt-Kommentar zur Ausstellung „Der Staatsanwalt“ in der Galerie Scheibler-Mitte, Berlin) [zum Konzept]
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O.T.
Wir haben uns spät entschlossen an ART SPECIAL: teilzunehmen. Wir interessieren uns sehr für Kunst und wollen gerne einen Beitrag zu diesem Projekt leisten. Wir bekamen die Aufgabe, mit dem in Berlin lebenden Künstler Thomas Rentmeister ein Relief herzustellen, das ausschließlich aus weißen Alltagsgegenständen besteht. Wir machten uns also auf die Suche danach. Schnell bemerkten wir, dass sich diese Aufgabe schwieriger gestalten sollte, als erwartet, da sich auf so gut wie allen Produkten Beschriftungen, Muster befinden. Letztendlich wurden wir zum Glück doch noch fündig, kauften Kerzen, Wattebällchen, Plastikbesteck, alles in der Farbe, die Reinheit und Unschuld symbolisiert. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten empfanden wir die Suche bald als amüsant und ließen uns sogar von Klobürsten oder ähnlichem inspirieren. Wir sind sehr gespannt darauf, wie wir die Gegenstände nachher auf einer Holzplatte verteilen und wie unsere Ideen mit denen von Thomas Rentmeister zusammen kommen. Jedenfalls wird das von uns gemeinsam geschaffene Werk neben dem Musikraum unserer Schule angebracht und für immer dort bleiben.
Text und Paten: Kim Beuel und Judith Mann
Einen Eindruck davon vermitteln einige seiner neuen Arbeiten. Selbstverständlich sind die Naturholzkästen weit von der klassischen Technik entfernt Farbe auf eine Leinwand aufzutragen. Und dennoch erkennt man in ihnen Kompositionsprinzipien der abstrakten Malerei wieder, wie sie von Kandinsky oder Schwitters formuliert und verwendet wurden. … Die Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers basieren auf geometrischen, vereinfachten Formen, die sich über die Fläche ausbreiten und Akzente setzen. Ergänzend schlängeln sich Linien über die Bildfläche, durchkreuzen den Bildraum in einer angedeuteten Diagonale oder bauen eine Spannung zwischen den einzelnen Element auf. Zusätzlich zu diesen kompositorischen Aspekten haben die Werke eine weitere Dimension: Sie bestehen aus bereits vorgefertigten Formen, aus Gebrauchsgütern des alltäglichen Lebens, die eine mehr oder weniger zufällige Anordnung erfahren haben. (Auszug aus dem Faltblatt-Kommentar zur Ausstellung „Der Staatsanwalt“ in der Galerie Scheibler-Mitte, Berlin) [zum Konzept]
Schatz, Silke (Grundschule Gereonswall)
„Niemand weiß, wo etwas anfängt und etwas aufhört. Immer hat es schon davor begonnen, immer gab es schon Anzeichen, hat sich etwas angebahnt.
Das gilt für historische wie für persönliche „timelines“. Im Besonderen ist dies ein Merkmal für das Werk von Silke Schatz, das für die Themen „Erinnerung“ und „Geschichte“ steht.Wobei über dem politischen Zuschnitt mancher Projekte, der Beschäftigung mit dem KZ Theresienstadt etwa oder der NS-Geschichte des eigenen Großvaters, die spezielle Ästhetik der Künstlerin- das Verweben individueller und kollektiver Erlebnisräume etwas in den Hintergrund geraten ist. Sie basiert auf dem Crossover der unterschiedlichsten Techniken und Gattungen: Mittel der Zeichnung, der Installation, der Fotografie, der Plastik, der Malerei, der Architektur, des Designs, der Collage sind mit Strategien des Konzepts, der Recherche und der Feldforschung amalgamiert.“
(Carmela Thiele 2009)
Childrens Highrise - Kinder hoch zu Haus
In dem Projekt bauen wir, Pauline Klaßen und Ruth März, zusammen mit der Künstlerin Silke Schatz und den Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 - 4 der Grundschule GGS Gereonswall ein Hochhaus aus vielen Pappkartons. Diese Idee hatte Silke Schatz und in unseren Vorgesprächen nahm sie immer mehr Gestalt an. Nachdem wir beschlossen hatten, dass wir in die Kartons Fotos kleben wollen, die die Lieblingsplätze der Schülerinnen und Schüler darstellen, mussten wir überlegen, wie wir an die Einwegkameras gelangen sollen, mit denen die Kinder dann Fotos machen können. Anschließend haben wir die Kartons dann für diese Gestaltung vorbereitet. Dann sind wir in die Grundschule gegangen und haben uns umgesehen, wie man das Hochhaus am Ende präsentieren will. Dieses soll im Eingangsbereich der Schule zu bestaunen sein, und in der Etage darüber fortgeführt werden. So weit sind wir allerdings noch lange nicht und bis zur Ausstellung ist noch einiges zu tun. Unter anderem müssen wir noch viele Utensilien besorgen, die wir für den Bau benötigen. Die Kinder der Grundschule zeigten bei unserem ersten Aufeinandertreffen großes Interesse und schienen sich auf das Bevorstehende zu freuen.
Text und Paten: Ruth März und Pauline Klassen
Weber, Ina (Hauptschule Gereonswall)
„Von zahlreichen Reisen bringt die in Berlin lebende Künstlerin (*1964) fotografische Ansichten des öffentlichen Raumes mit, die sie in
Aquarellen vor unbestimmtem Hintergrund freistellt, bis sie eine eigene Poesie entwickeln. Als Objekte aus Beton oder Sperrholz kehren
die architektonischen Versatzstücke in den Raum zurück. Weder Architekturmodell noch maßstabsgetreue Abbildung lassen die Skulpturen den
Betrachter über seine Position im Ungewissen. Ob ein Minigolfparcours aus dekorierten Häusermodellen oder verschiedene aus dem Lot geratene
Architekturelemente einer Fußgängerzone? Ina Weber nimmt die Bedürfnisse, Gegebenheiten und Merkwürdigkeiten urbanen Daseins aufs Korn.“
Magdalena Holzey
[weiterlesen] „Ina Webers Arbeiten kreisen um die Erfahrungswelt des Alltäglichen, um das vom Menschen erschaffene und gestaltete Umfeld, das die Künstlerin auf seine formal-ästhetischen wie auch auf seine soziologio-kulturellen Bedingungen befragt. (…) In ihren „Architekturzeichnungen“ setzt Ina Weber eigene fotografische Schnappschüsse von urbanen Ensembles in großformatige Darstellungen um. Es sind selektive Impressionen des sich bietenden Straßenbildes, aus allem Kontext isoliert, ausgerichtet an schwankenden Achsen, ohne erkennbare Ortung am Grund.“ Kathrin Elvers-Svamberk
Luftschloss
Ina Weber, eine Berliner Künstlerin, hatte die grandiose Idee, ein Luftschloss zu bauen. Das komplette Luftschloss soll am Ende etwa drei Kubikmeter groß sein. Es wird aus ca. 90 Dachlatten und 1200 bunten Luftballons bestehen. Am Boden gehalten wird das gesamte Luftschloss durch bis zu zehn Sandsäcke. Zudem soll der Pavillon mit drei bis vier aufblasbaren Sessel bestückt werden. Das Projekt soll natürlich die Zusammenarbeit der Schulen der Bildungslandschaft Altstadt Nord unterstützen. Also wird der Aufbau des Luftschlosses von vier Paten des Hansagymnasiums, die nebenbei auch das Projekt mitorganisiert haben, und ca. 8-12 Schülern der 9. Klasse Viola Brings der Hauptschule Gereonswall begleitet. Auf diese Weise wird den Schülern die Chance gegeben, ihre künstlerische Seite zu zeigen, und mit einer echten Künstlerin zusammen zu arbeiten.
Text und Paten: Axel Drechsler, Daniel Bechler, Julian Nicolin
Zwischen 1978 und 1985 experimentiert Peter Zimmermann (*1956 in Freiburg) mit Polaritäten wie Figur und Grund, Farbe und Form oder schließlich wie Original und Abbild.
Der in Köln lebende Künstlerr erwirbt sich mit seinen „Book Cover Paintings“ internationale Anerkennung: Das sind Gemälde von Buchumschlägen der Kunst- und Kulturtheorie
aus den Sechzigern, von Monografien abstrakter Maler, von Enzyklopädien, Atlanten und Reiseführern. Manche Originale werden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.
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Der 1956 in Freiburg geborene Künstler bedient sich in seinem beachtlichen Bildarchiv und verwendet sowohl Ausschnitte aus eigenen Werken als auch vorgefundenes Material aus dem Internet oder dem Fernsehen. Die sodann am Rechner generierten Motive werden auf der Leinwand weiter bearbeitet, mitunter verfremdet. Und die psychedelisch anmutenden, vom Farbfluss bestimmten „Blob Paintings“ sind Malereien über Malerei, sie befassen sich mit der Mediatisierung von Malerei. Auszug aus Katalogtext zur Ausstellung „slick surfaces“ von U.M.Reindl
Wandmalerei – so viel und nicht mehr, wussten wir bei unserem ersten Zusammentreffen mit dem Maler Peter Zimmermann im Abendgymnasium an der Kyotostraße. – Wandmalerei unter anderem als Möglichkeit dem tristen Grau des Schulgebäudes zu entfliehen. Aber wie? Was? Wo? Das „Wie?“ und „Wo?“ war recht schnell geklärt. Bei dem „Was?“ stellte sich die Frage, wie die Schüler des Abendgymnasiums sich in dem Thema wiederfinden können. Die Diversität der Kulturen und der Altersgruppen an der Schule sollte miteinbezogen werden: die Abendgymnasiasten sind ja überwiegend berufstätige Erwachsene. Wir einigten uns schließlich nach zahlreichen Gesprächen dank der großen Geduld von Peter Zimmermann auf so genannte Heftrandzeichnungen. Solche Kritzeleien und gedankenlosen Zeichnungen entstehen während eines Telefongesprächs oder nebenbei im Unterricht. Diese sammelten wir von Schülern ein, wir suchten die Motive aus, die sich am besten für eine Vergrößerung eignen könnten. Und so werden bald die Wände des Aufenthaltsraums beziehungsweise der Cafeteria des Abendgymnasiums solche vergrößerten Heftrandzeichnungen zieren. Für das Hansa-Gymnasium entsteht eine Wandarbeit mit den Vorlagen für die Gemälde, nämlich mit den kleinen Zeichnungen auf kleinen Papierstückchen, die wie Schmetterlinge in einem Schaukasten aufgespießt werden.
[zum Konzept]
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Der 1956 in Freiburg geborene Künstler bedient sich in seinem beachtlichen Bildarchiv und verwendet sowohl Ausschnitte aus eigenen Werken als auch vorgefundenes Material aus dem Internet oder dem Fernsehen. Die sodann am Rechner generierten Motive werden auf der Leinwand weiter bearbeitet, mitunter verfremdet. Und die psychedelisch anmutenden, vom Farbfluss bestimmten „Blob Paintings“ sind Malereien über Malerei, sie befassen sich mit der Mediatisierung von Malerei. Auszug aus Katalogtext zur Ausstellung „slick surfaces“ von U.M.Reindl
Wandpapier 1 und 2
Wandmalerei – so viel und nicht mehr, wussten wir bei unserem ersten Zusammentreffen mit dem Maler Peter Zimmermann im Abendgymnasium an der Kyotostraße. – Wandmalerei unter anderem als Möglichkeit dem tristen Grau des Schulgebäudes zu entfliehen. Aber wie? Was? Wo? Das „Wie?“ und „Wo?“ war recht schnell geklärt. Bei dem „Was?“ stellte sich die Frage, wie die Schüler des Abendgymnasiums sich in dem Thema wiederfinden können. Die Diversität der Kulturen und der Altersgruppen an der Schule sollte miteinbezogen werden: die Abendgymnasiasten sind ja überwiegend berufstätige Erwachsene. Wir einigten uns schließlich nach zahlreichen Gesprächen dank der großen Geduld von Peter Zimmermann auf so genannte Heftrandzeichnungen. Solche Kritzeleien und gedankenlosen Zeichnungen entstehen während eines Telefongesprächs oder nebenbei im Unterricht. Diese sammelten wir von Schülern ein, wir suchten die Motive aus, die sich am besten für eine Vergrößerung eignen könnten. Und so werden bald die Wände des Aufenthaltsraums beziehungsweise der Cafeteria des Abendgymnasiums solche vergrößerten Heftrandzeichnungen zieren. Für das Hansa-Gymnasium entsteht eine Wandarbeit mit den Vorlagen für die Gemälde, nämlich mit den kleinen Zeichnungen auf kleinen Papierstückchen, die wie Schmetterlinge in einem Schaukasten aufgespießt werden.
Text und Paten: Lea März, Vanessa Neu, Viola Becker



